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Benefits Employer Branding Mitarbeiterzufriedenheit

In sechs Schritten zu einem erfolgreichen Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Jedes Unternehmen wünscht sich gesunde und leistungsfähige MitarbeiterInnen. Doch der Wunsch alleine führt noch lange nicht zu gesünderem Verhalten. Hat sich ein Unternehmen einmal dazu entschlossen, die Gesundheit seiner MitarbeiterInnen aktiv zu fördern und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in der Unternehmensstruktur zu integrieren, ist bereits ein erster wichtiger Schritt hin zu einem gesunden Unternehmen getan.

Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und BGM nachhaltig einzubinden, empfiehlt es sich, folgende Schritte einzuhalten [1]:

Schritt 1: Bedarfsermittlung

Beobachtungen, Begehungen oder Mitarbeiterbefragungen helfen Ihnen zu erfahren, wie es um die Gesundheit Ihrer MitarbeiterInnen steht und in welchem Bereich es diesbezüglich Handlungsbedarf gibt [1]. Von großer Bedeutung sind transparente Informationen und eine frühzeitige Kommunikation – auch was den Datenschutz und die Wahrung der Anonymität betrifft. Transparenz schafft Vertrauen und fördert die Akzeptanz der MitarbeiterInnen [1].

Was soll mit dem BGM erreicht werden?

Es muss von Anfang an klar sein, welche Ziele Sie mit der Einführung eines BGM verfolgen. Die Ziele sollten realistisch und erreichbar genug sein (SMART), um die geplanten Maßnahmen erfolgreich umsetzen zu können [1]. Führen Sie Ihre MitarbeiterInnen an das Thema Gesundheit heran, indem Sie zunächst mit nachvollziehbaren und unkomplizierten Maßnahmen, wie leichten Entspannungsübungen oder Gesundheitstagen beginnen [1]. So erhöhen Sie langfristig das Engagement und die Veränderungsbereitschaft.

Gesundes Verhalten fördern durch ein ausgewogenes Speisenangebot.

Schritt 2: Analyse des IST-Zustandes

Eine Studie zeigt, dass der Produktivitätsverlust von MitarbeiterInnen, die krank zur Arbeit kommen, knapp 5 mal so hoch ist (84%), wie der Produktivitätsverlust, der durch krankheitsbedingtes Fehlen (16%) entsteht [2]. MitarbeiterInnen klagen dabei am häufigsten über Rückenschmerzen (37%), dicht gefolgt von Verspannungen (35%), Müdigkeit und Erschöpfungszuständen (30%) [3].

Eine Analyse des IST-Zustandes verschafft Ihnen Klarheit über die aktuelle Gesundheitssituation in Ihrem Unternehmen.

Analysemethoden

Daten aus Gesundheitsberichten der Krankenkassen und Kennzahlen, wie Fehlzeiten- oder Unfallstatistiken, geben Auskunft über möglichen Handlungsbedarf [1].

Fehlzeiten- und Unfallstatistiken liefern Hinweise auf potentiellen Handlungsbedarf.

Allerdings sind die Ursachen bei Fehlzeiten oftmals nicht bekannt und können somit nicht ausschließlich auf das Unternehmen und die betriebliche Tätigkeit an sich zurückgeführt werden [1]. Eine sinnvolle Ergänzung zu diesen Statistiken stellen Betriebsbegehungen, arbeitsmedizinische Untersuchungen und Mitarbeiterbefragungen (Fragebögen, Interviews) dar [1].

Durch effiziente BGM-Maßnahmen vermeiden Unternehmen 30-40% krankheitsbedingte Ausfallzeiten.

(BAuA, 2007)

Schritt 3: Maßnahmenplanung

Noch vor Beginn der Planungsphase empfiehlt es sich, verantwortliche MitarbeiterInnen zu benennen, die den kompletten BGM-Prozess leiten und überwachen (Steuerungskreis oder Arbeitskreis Gesundheit). Dem Kreis angehören können bspw. der Betriebsarzt, Vertreter des Betriebsrates, der Geschäftsleitung und der Personalabteilung. Auch Krankenkassen können einbezogen werden und wertvolle Unterstützung im Bereich Bezuschussung, Seminare und Workshops liefern [1].

Planen Sie Maßnahmen bedarfsgerecht und zielorientiert.

Die entsprechenden Maßnahmen werden aus den Analyseergebnissen des IST-Zustandes abgeleitet. Orientieren Sie sich dabei gerne an ähnlichen, bereits bewährten Maßnahmen anderer Unternehmen und passen diese individuell an Ihr Unternehmensprofil an.

Schritt 4: Maßnahmen

Maßnahmen sollten nicht nur bedarfsgerecht, problem- und zielorientiert ausgerichtet, sondern auch nah am Arbeitsplatz und einfach gestaltet sein [1]. Durch effiziente BGM-Maßnahmen vermeiden Unternehmen 30-40% krankheitsbedingte Ausfallzeiten [4], verbessern die Ergonomie und stärken eigenverantwortliches, gesundheitsförderliches Verhalten [1].

Maßnahmen dürfen und sollen Spaß machen [1]! Überfordern Sie Ihre MitarbeiterInnen deshalb nicht gleich mit einer Maßnahmenflut! Motivieren Sie sie, weiterhin mitzumachen, indem Sie zunächst mit ein oder zwei Maßnahmen beginnen und diese dann nach und nach aufstocken.

Erstellen Sie eine Checkliste zur Priorisierung von Maßnahmen.

Schritt 5: Evaluation

Um zu überprüfen, ob die Maßnahmen erfolgreich waren, orientieren Sie sich an den nachstehenden Fragen [1]:

  • Wurden bestimmte Qualitätskriterien erfüllt?
  • Konnten die Maßnahmen individuell an das Unternehmen und dessen Struktur angepasst werden?
  • Gab es schon irgendwelche Veränderungen?

Schritt 6: Nachhaltigkeit

Eine abgeschlossene Maßnahme als das zu betrachten, was sie ist, nämlich abgeschlossen, bringt Sie auf lange Sicht gesehen nicht wirklich weiter. Sie profitieren nur dann von der Effizienz einer Maßnahme, wenn die BGM-Strukturen langfristig in die Unternehmensprozesse implementiert werden [1].

Wie geht es weiter?

Es sollten weiterhin Maßnahmen wie Rückenschulen, Entspannungsverfahren, Schwimmkurse, gesundes Essen, Yoga etc. angeboten werden, um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen.

Nach ein paar Monaten gibt eine erneute Analyse des IST-Zustandes (s. Schritt 2) Aufschluss über die Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen. Je nach Erfolg sollten Sie diese beibehalten oder anpassen.

Yoga in der Mittagspause hält fit und fördert achtsames und resilientes Verhalten.

Vorteile und Nutzen eines nachhaltigen BGM

Vorteile

Ein nachhaltiges BGM kann Ihrem Unternehmen zu gesünderen und zufriedeneren MitarbeiterInnen verhelfen. Gesunde MitarbeiterInnen sind leistungsfähiger, produktiver und verursachen weniger krankheitsbedingte Ausfallkosten [5]. Dadurch leisten sie einen erheblichen Beitrag zum Wettbewerbsvorteil und Unternehmenserfolg.

Nutzen für Ihre MitarbeiterInnen

  • höheres Wohlbefinden und höhere Lebensqualität [6]
  • geringere gesundheitliche Risiken [6]
  • gesteigerte Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit [6]
  • höhere Corporate Identity und Mitarbeiterbindung [6]

Nutzen für Ihr Unternehmen

  • geringere AU-Tage [6]
  • weniger Produktionsausfälle, dadurch geringere Kosten [6]
  • gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit [6]
  • besseres Arbeitsklima [6]
  • höheres Employer Branding [6]
  • langfristige Bindung der MitarbeiterInnen [6]

Identifizierung von Belastungsfaktoren durch CompanyMood

CompanyMood hilft Ihnen dabei, sowohl gesundheitsfördernde, als auch belastende Faktoren zu identifizieren.

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Quellen

[1] Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) (2015). Gesunde Mitarbeiter – gesundes Unternehmen – Eine Handlungshilfe für das Betriebliche Gesundheitsmanagement. www.inqa.de. Abgerufen über https://www.inqa.de/SharedDocs/PDFs/DE/Publikationen/psyga-gesunde-mitarbeiter-gesundes-unternehmen.pdf [09.08.2019]

[2] Hemp, P. (2004). Presenteeism: at work – but out of it. Harvard Business Review, 82, 49-58.

[3] Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO) (2010). Gesundheitliche Beschwerden und Belastungen am Arbeitsplatz. Ergebnisse aus Beschäftigtenbefragungen. www.wido.de Abgerufen über https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/Dokumente/Publikationen_Produkte/WIdO-Reihe/wido_reihe_ges_beschwerden_arbeitsplatz_2010.pdf [09.08.2019]

[4] Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (2007). Mit Sicherheit mehr Gewinn. Wirtschaftlichkeit von Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit. www.baua.de. Abgerufen über https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Praxis/A14.pdf [09.08.2019]

[5] Iverson, D., Lewis, K. L., Caputi, P., & Knospe, S. (2010). The cumulative impact and associated costs of multiple health conditions on employee productivity. Journal of Occupational and Environmental Medicine, 52, 1206-1211. Doi:10.1097/JOM.0b013e3181fd276a

[6] B-A-D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH (2019). Nutzen und Ziele des Gesundheitsmanagements. www.service.bad-gmbh.de. Abgerufen über https://service.bad-gmbh.de/art_resource.php?sid=18rjd.1cbl4qm&utm_source=newsletter&utm_medium=video&utm_campaign=18.05.youtube.gm.landing.brand [09.08.2019]

Stephanie Wörz

Als Master-Psychologin mit dem Schwerpunkt der Arbeits- und Organisationspsychologie bin ich im Bereich Business Development tätig. Ich stehe meinen Kollegen bei der Entwicklung von CompanyMood mit psychologischem Fachwissen zur Seite.

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