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Selbstkontrolle – wie passt das mit Limonade zusammen?

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie arbeiten an einer Aufgabe, die all Ihre Konzentration fordert und Ihnen alles abverlangt. Unter Einbezug eines hohen Maßes an Selbstkontrolle erledigen Sie diese schließlich. Direkt im Anschluss sollen Sie nun eine ähnlich anspruchsvolle Aufgabe meistern. Aber haben Sie dafür noch die notwendige Kraft? Oder fühlen Sie sich zu erschöpft?

Ego Depletion – Selbsterschöpfung

Wenn wir erschöpft sind, verringern sich unsere selbstregulatorischen Ressourcen. Eine zweite Aufgabe erfolgreich zu bewältigen, wird dann sehr viel schwieriger, wenn diese ebenfalls eine hohe Selbstkontrolle von uns fordert [1-3]. Psychologen nennen diesen Effekt Ego Depletion.

Selbstkontrolle ist widerum die „Fähigkeit, die eigenen Verhaltensweisen zu verändern, insbesondere um sie mit […] Idealen, Werten, Moralvorstellungen und sozialen Erwartungen in Einklang zu bringen und das Streben nach langfristigen Zielen zu unterstützen“ [1].

Nicht nur geistig anstrengende Aufgaben führen dazu, dass wir Ressourcen verbrauchen, sondern auch, wenn wir geliebten Süßigkeiten widerstehen [4] oder viele Entscheidungen treffen müssen [1]. Unsere Ressourcen reichen für die Bewältigung einer dieser Herausforderungen, sind jedoch für nachfolgende Anforderungen, bei der wir uns ebenfalls stark kontrollieren müssen, deutlich reduziert [1,2]. In der Folge werden wir anfälliger für Substanzmissbrauch oder entwickeln ein gestörtes Essverhalten [5] und unsere Blutzuckerwerte sinken [6].

Selbstkontrolle stärken und Ego Depletion verhindern

Es gibt schnelle und einfache Wege, unsere Selbstkontrolle zu stärken und dem Ego Depletion Effekt entgegenzuwirken. Der wohl einfachste Tipp: Limonade trinken. Dadurch erhöhen wir unseren Blutzuckerspiegel und tanken wieder Kraft für die Bewältigung weiterer Aufgaben [6].

Limonade ist gut für unsere Selbstkontrolle

Humor, Lachen [7], positive Emotionen und eine positive Stimmung [8] tragen ebenso wie eine gerade Körperhaltung und die Verwendung der nicht-dominanten Hand bei der Verrichtung simpler Tätigkeiten (Zähneputzen oder Haare kämmen) zu einer Steigerung der Selbstkontrolle bei [1].

So zeigen wir auch zu Beginn des Tages, nach ausreichendem und erholsamem Schlaf, einen geringeren Verlust an Selbstkontrolle und weniger Erschöpfung nach anstrengenden Aufgaben. Im Laufe des Tages scheint die Selbstkontrolle jedoch wieder abzunehmen [9].

Studien sprechen dennoch dafür, dass wir trotz Ego Depletion Selbstkontrolle ausüben können, nämlich dann, wenn unser Verhalten und unsere Leistungen monetär verstärkt werden [10].

Allerdings haben nicht nur äußere Faktoren einen Einfluss auf unsere Selbstkontrolle. Zur Verringerung des Ego Depletion Effektes ist auch entscheidend, inwiefern wir selbst glauben, dass unsere Willenskraft und unsere selbstregulatorischen Ressourcen unbegrenzt sind [11].

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Quellen

[1] Baumeister, R. F., Vohs, K. D., & Tice, D. M. (2007). The Strenghts Model of Self-Control. Current Directions in Psychological Science, 16, 351–355. DOI: 10.1111/j.1467-8721.2007.00534.x

[2] Baumeister, R. F., Heatherton, T. F., & Tice, D. M. (1994). Losing control: How and why people fail at self regulation. San Diego, CA: Academic Press. DOI:10.1016/0272-7358(95)90149-3

[3] Inzlicht, M., & Schneichel, B. J. (2012). What is ego depletion? Toward a mechanistic revision oft he resource model of self-control. Perspectives on Psychological Science, 7, 450–463. DOI: 10.1177/1745691612454134

[4] Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Muraven, M., & Tice, D. M. (1998). Ego depletion: Is the active self a limited resource? Journal of Personality and Social Psychology, 74, 1252–1265. DOI:10.1037//0022-3514.74.5.1252

[5] Tangney, J. P., Baumeister, R. F., & Boone, A. L. (2004). High self-control predicts good adjustment, less pathology, better grades, and interpersonal success. Journal of Personality, 72, 271–322. DOI: 10.1111/j.0022-3506.2004.00263.x

[6] Gailliot, M. T., Baumeister, R. F., DeWall, C. N., Maner, J. K., Plant, E. A., & Tice, D. M. (2007). Self-control relies on glucose as a limited energy source: Willpower is more than a metaphor. Journal of Personality and Social Psychology, 92, 325–336. DOI:10.1037/0022-3514.92.2.325

[7] Tice, D. M., Baumeister, R. F., Shmueli, D., & Muraven, M. (2007). Restoring the self: Positive affect helps improve self-regulation following ego depletion. Journal of Experimental Social Psychology, 43, 379–384. DOI: 10.1016/j.jesp.2006.05.007

[8] Tice, D. M., Dale, K. P., & Baumeister, R. F. (2000). Replenishing the self: Positive emotions offset the effects of ego depletion. Manuscript in preparation, Case Western Reserve University.

[9] Baumeister, R. F. (2000). Ego depletion and self-control failure: An energy model of the self’s executive function. Self and Identity, 1, 129–136. DOI:10.1080/152988602317319302

[10] Muraven, M., & Slessareva, E. (2003). Mechanisms of self-control failure: Motivation and limited resources. Personality and Social Psychology Bulletin, 29, 894–906. DOI: 10.1177/0146167203029007008

[11] Job, V., Dweck, C., & Walton, G. (2010). Ego depletion: Is it all in your head? Implicit theories about willpower affect self-regulation. Psychological Science, 21, 1686–1693. DOI: 10.1177/0956797610384745

Stephanie Wörz

Als Master-Psychologin mit dem Schwerpunkt der Arbeits- und Organisationspsychologie bin ich im Bereich Business Development tätig. Ich stehe meinen Kollegen bei der Entwicklung von CompanyMood mit psychologischem Fachwissen zur Seite.

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