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Benefits Mitarbeiterzufriedenheit

Zufriedene MitarbeiterInnen durch Achtsamkeit

Die Zufriedenheit eines Mitarbeiters ist für den Erfolg eines Unternehmens ein relevanter Faktor. Doch stellt sich immer wieder die Frage, wie man diese Zufriedenheit erreicht und aufrechterhält. Ein Beispiel zum Erhalt wäre im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) das Konzept der Achtsamkeit. Darunter versteht sich ein Zustand nicht bewertender Wachsamkeit und die bewusste Wahrnehmung von gegenwärtigen Erfahrungen [1,2]. Ganz ohne Bewertung und Analyse einer Situation, schon aber mit deren Akzeptanz, soll die Aufmerksamkeit dabei gänzlich auf den Geschehnissen und Dingen ruhen, die sich im aktuellen Moment ereignen [2,3], um dadurch in näheren Kontakt zu den eigenen Werten und Bedürfnissen zu treten [4].

Achtsamkeit im betrieblichen Alltag

Besonders in Jobs mit häufigen Kundenkontakten, bei denen MitarbeiterInnen mit emotionalen Belastungen konfrontiert werden, kann dies zu emotionaler Erschöpfung und einer geringeren Arbeitszufriedenheit führen [5]. Studien rund um die Affective Events Theory (AET) [6] belegen, dass sich Achtsamkeit positiv auf emotionale Erschöpfung und Arbeitszufriedenheit auswirkt [7]. Die meisten Arbeitsumgebungen konfrontieren die MitarbeiterInnen auch mit einer Vielzahl von Anforderungen, deren Bearbeitung eine hohe Selbstkontrolle und hohe regulatorische Fähigkeiten erfordern [8]. Achtsames Verhalten vereinfacht dabei die Beurteilung von stressigen und emotionalen Ereignissen: So können die Arbeitsanforderungen zu positiven affektiven Reaktionen (der Arbeitssituation) führen, was wiederum eine höhere Arbeitszufriedenheit mit sich bringt [6].

Integrieren Sie achtsames Verhalten in Ihren Arbeitsalltag.

Achtsamkeitsbasierte Trainings

Es existieren eine Reihe achtsamkeitsbasierter Trainings, die die Stressreduktion und das individuelle Wohlbefinden fördern [9,10]. Die bekanntesten unter ihnen sind die Mindfulness-based stress reduction (MBSR) [11] und die Mindfulness-based cognitive therapy (MBCT) [12], welche Meditationen, Body Scan, Atemübungen, Hatha Yoga etc. beinhalten. Ein Nachteil einer solchen Durchführung ist die Menge an Zeit, die dadurch in Anspruch genommen wird, sodass es die meisten Unternehmen abschreckt, die Trainings durchzuführen [13]. Aus diesem Grund haben einige Autoren eine verkürzte Version vorgestellt: Mit nur 15-20 Minuten am Tag und das im Zeitraum von 4-5 Wochen können MitarbeiterInnen die kleinen Übungen in den Arbeitsalltag integrieren, ohne dass ihnen und dem Unternehmen viel (Arbeits-)zeit verloren geht [14,15].

Was können Sie konkret tun?

Es müssen also nicht immer zeitfressende Übungen sein – wenn Sie regelmäßig kurze Atem- oder Entspannungsübungen in Ihren Arbeitsalltag einbauen, beugen Sie schon psychischen oder körperlichen Belastungsreaktionen vor. Mit nur drei-minütigen Atemübungen pro Tag reduzieren Sie Ihr wahrgenommenens Stressempfinden signifikant. Gleichzeitig steigen Ihr Selbstmitgefühl und Ihre Lebenszufriedenheit [15].

Auf Ihren Job übertragen bedeutet das, dass es von Relevanz ist, bewusst Pausen zu machen, um sich erholen zu können, das Handy auch mal lautlos zu stellen, bewusst den ersten Bissen einer Mahlzeit zu sich nehmen, bewusst 1-2 Minuten lang die Augen zu schließen und sich ganz auf den eigenen Atem zu konzentrieren, Nebengeräusche und Gespräche bewusst zu ausblenden … das für sich tun, was gerade (zu dieser Zeit) möglich ist.

Identifizierung von jobbezogenen Belastungen durch CompanyMood

Bei der Erhebung von jobbezogenen Belastungen sind wir Ihnen gerne behilflich. Nutzen Sie CompanyMood zur Identifizierung und Erfassung von Stressfaktoren am Arbeitsplatz. Testen Sie CompanyMood gerne in vollem Umfang 30 Tage lang kostenlos.

Lesen Sie auch unsere Artikel zur psychischen Gefährdungsbeurteilung und zum Stress im Job.


Quellen

[1] Bishop, S. R., Lau, M., Shapiro, S., Carlson, L., Anderson, N. D., Carmody, J., . . . Devins, G. (2004). Mindfulness: A proposed operational definition. Clinical Psychology: Science and Practice, 11, 230–241. doi:10.1093/clipsy.bph077

[2] Brown, K. W., & Ryan, R. M. (2003). The benefits of being present: Mindfulness and its role in psychological well-being. Journal of Personality and Social Psychology, 84, 822–848. doi:10.1037/0022-3514.84.4.822

[3] Baer, R. A., Smith, G. T., Hopkins, J., Krietemeyer, J., & Toney, L. (2006). Using self-report assessment methods to explore facets of mindfulness. Assessment, 13, 27–45. doi:10.1177/1073191105283504

[4] Shapiro, S. L., Carlson, L. E., Astin, J. A., & Freedman, B. (2006). Mechanisms of mindfulness. Journal of Clinical Psychology, 62, 373–386. doi:10.1002/jclp.20237

[5] Côté, S., & Morgan, L. M. (2002). A longitudinal analysis of the association between emotion regulation, job satisfaction, and intentions to quit. Journal of Organizational Behavior, 23, 947–962. doi:10.1002/job.174

 [6] Weiss, H. M., & Cropanzano, R. (1996). Affective events theory: A theoretical discussion of the structure, causes and consequences of affective experiences at work. In B. M. Staw & L. L. Cummings (Hrsg.), Research in organizational behavior: An annual series of analytical essays and critical reviews (pp. 1–74). London, England: JAI Press.

[7] Hülsheger, U. R., Alberts, H. J. E. M., Feinholdt, A., & Lang, J. W. B. (2013). Benefits of mindfulness at work: The role of mindfulness in emotion regulation, emotional exhaustion, and job satisfaction. Journal of Applied Psychology, 98, 310–333. doi:10.1037/a0031313

[8] Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Muraven, M., & Tice, D. M. (1998). Ego depletion: Is the active self a limited resource? Journal of Personality and Social Psychology, 74, 1252–1265. doi:10.1037/0022-3514.74.5.1252

[9] Allen, T. D., Eby, L., Conley, K. M., Williamson, R. L., Mancini, V. S., & Mitchell M. E. (2015). What do we really know about the effects of mindfulness-based training in the workplace? Industrial and Organizational Psychology, 8, 652–661. doi:10.1017/iop.2015.95

[10] Irving, J. A., Dobkin, P. L., & Park, J. (2009). Cultivating mindfulness in health care professionals: A review of empirical studies of mindfulness based stress reduction (MBSR). Complementary Therapies in Clinical Practice, 15, 61–66. doi:10.1016/j.ctcp.2009.01.002

[11] Kabat-Zinn, J. (1982). An outpatient program in behavioral medicine for chronic pain patients based on the practice of mindfulness meditation: Theoretical considerations and preliminary results. General Hospital Psychiatry, 4, 33–47. doi:10.1016/0163-8343(82)90026-3

[12] Segal, Z., Williams, M. R., & Teasdale, J. (2002). Mindfulness-based cognitive therapy for depression: A new approach to preventing relapse.New York, NY: Guilford Press.

[13] Cullen, M. (2011). Mindfulness-based interventions: An emerging phenomenon. Mindfulness, 2, 186–193. doi:10.1007/s12671-011

[14] Mackenzie, C. S., Poulin, P. A., & Seidman-Carlson, R. (2006). A brief mindfulness-based stress reduction intervention for nurses and nurse aides. Applied Nursing Research, 19, 105–109.

[15] Shapiro, S. L., Astin, J. A., Bishop, S. R., & Cordova, M. (2005). Mindfulness-based stress reduction for health care professionals: Results from a randomized trial. International Journal of Stress Management, 12, 164–176. doi:10.1037/1072-5245.12.2.164

Stephanie Wörz

Als Master-Psychologin mit dem Schwerpunkt der Arbeits- und Organisationspsychologie bin ich im Bereich Business Development tätig. Ich stehe meinen Kollegen bei der Entwicklung von CompanyMood mit psychologischem Fachwissen zur Seite.

Comments

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