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Mitarbeiterzufriedenheit

Resilienz am Arbeitsplatz fördern – Mitarbeiterzufriedenheit steigern

Heutzutage ist unsere Arbeitswelt durch wechselnde und hohe Anforderungen geprägt, die sich belastend auf die psychische Gesundheit von MitarbeiterInnen auswirken können [1]. Diese negativen Auswirkungen führten in den vergangenen Jahren immer wieder dazu, dass der Anteil psychischer Belastungen stetig zunahm [2].

Sind die Arbeitsanforderungen zu hoch, führt dies oft zu psychsichen Beanspruchungen.

Zur Anpassung und Entwicklung und zum Erhalt der Gesundheit sowie zur adaptiven Bewältigung von Arbeitsanforderungen ist es notwendig und hilfreich, sich eine (psychische) Widerstandskraft anzueignen – die Psychologie spricht dabei von Resilienz [1]. Kernelemente sind resilientes Verhalten und individuelle Ressourcen wie Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit oder Optimismus [1].

Im Arbeitskontext existiert bislang eine eher unscharfe Definition der Resilienz [3]. Es wird vielmehr zwischen psychsicher Widerstandskraft auf Individual-, Team- und Organisationsebene differenziert [4,5].

Resilienz auf Individualebene

Resilienz auf individueller Ebene hat einen erfolgreichen Umgang mit herausfordernden Situationen zur Folge [6], um persönliche Krisen adaptiv zu bewältigen [7]. Mit Optimismus, Hoffnung und Selbstwirksamkeit gepaart, führt individuelles, resilientes Verhalten zu einer höheren Leistung und Zufriedenheit am Arbeitsplatz [6].

Resilienz auf Teamebene

Hier kommt es vor allem auf die Interaktion zwischen den Teammitgliedern an: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich MitarbeiterInnen im Team schneller von Krisen oder Bedrohungen erholen, steigt, wenn gemeinsam erkannt wird, dass zwischen den Jobanforderungen und den jeweiligen Ressourcen eine Diskrepanz besteht [8].

Resilienz auf Organisationsebene

Diese Ebene berücksichtigt insbesondere die „systematische Erschließung und Förderung der individuellen und kollektiven Ressourcen“, d. h. auf Individual– und Teamebene stehen Prozesse zur Krisenbewältigung und die Gestaltung von Arbeitsbedingungen durch resilientes Verhalten im Vordergrund [1].

Resilientes Verhalten erhöht die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen.

Betriebliches Resilienz-Management

Der Fokus liegt hierbei auf der Stärkung und Förderung teambezogener Ressourcen [1]. Durch eine klare Rollenverteilung bei der Aufgabenbewältigung [9] und eine zielgerichtete Führung resilienter Teams [10] kann nicht nur ein Verständnis für kritische und belastende Situationen und deren frühzeitige Kommunikation [11], sondern auch für organisationale Strukturen und Prozesse [12] geschaffen werden.

Was können Sie konkret tun?

Egal ob Yoga, Meditation oder Genusstraining – mit der Förderung resilienten Verhaltens stärken Sie langfristig Ihre psychische Widerstandsfähigkeit. Speziell bezogen auf Ihren Arbeitsplatz, wählen Sie täglich auszuführende Tätigkeiten, denen Sie in Zukunft achtsamer begegnen: Wenn Sie einen Bürojob haben, achten Sie doch mal darauf, wie Sie auf Ihrem Stuhl sitzen. Spüren Sie Ihre Füße auf dem Boden und Ihren Rücken an der Lehne? Nehmen Sie sich dafür ein paar Sekunden lang Zeit und beobachten, was und wie Sie fühlen.

Auch Ihre tägliche Tasse Kaffee verhilft Ihnen zu mehr Achtsamkeit. Anstatt den Kaffee „nur so nebenbei“ zu trinken, wenn Sie gerade am PC sitzen und eventuell eine E-Mail schreiben, versuchen Sie beim nächsten Mal folgendes: Halten Sie einen Moment lang inne und konzentrieren Sie sich auf den Geruch des Kaffees und den Geschmack des ersten Schluckes. Welche Aromen nehmen Sie wahr?

Auch diese Situationen kommen Ihnen vielleicht bekannt vor: Sie befinden sich in einem Gespräch mit einem Kollegen und merken, dass Sie gar nicht richtig bei der Sache sind. Es geht Ihnen vielleicht auch nicht schnell genug und Sie fallen ihm öfter ins Wort. Dann probieren Sie doch einmal diese Übung aus: Lassen Sie Ihren Kollegen so lange sprechen, bis er fertig ist. Hören Sie ihm genau zu und denken Sie nicht schon an das, was Sie gerne antworten möchten. Am Anfang wird es Ihnen schwerer fallen, aber Sie werden sehen, dass es Ihnen mit ein wenig Übung immer leichter fällt, zuzuhören. Ihren Kollegen wird es freuen!

Durch diese wunderbaren, kleinen Übungen, die sich super in Ihren (Arbeits-)alltag integrieren lassen, kommen Sie der Stärkung Ihrer psychischen Widerstandskraft immer näher.

Identifizierung von jobbezogenen Belastungen durch CompanyMood

Bei der Erhebung von jobbezogenen Belastungen sind wir Ihnen gerne behilflich. Nutzen Sie CompanyMood zur Identifizierung und Erfassung von Stressfaktoren am Arbeitsplatz. Lesen Sie dazu auch unsere Artikel zu Stress und Achtsamkeit.

Quellen

[1] Soucek, R., Ziegler, M., Schlett, C., & Pauls, N. (2016). Resilienz im Arbeitsleben – Eine inhaltliche Differenzierung von Resilienz auf den Ebenen von Individuen, Teams und Organisationen. Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO), 47, 131–137. doi:10.1007/s11612-016-0314-x.

[2] DAK Gesundheit (2015). DAK Gesundheitsreport. Abgerufen über https://www.dak.de/dak/download/vollstaendiger-bundesweiter-gesundheitsreport-2015-1585948.pdf

[3] Fletcher, D., & Sarkar, M. (2013). Psychological resilience: A review and critique of definitions, concepts, and theory. European Psychologist, 18, 12–23. doi:10.1027/1016-9040/a000124.

[4] Mühlfelder, M., Steffanowski, A., & Borchard, L.-M. (2015). Psychische Resilienz: Betrachtungsebenen, Merkmale und Perspektiven für die angewandte psychologische Forschung und Praxis – Ein Überblick. Wirtschaftspsychologie, 17, 3–12.

[5] Sutcliffe, K. M., & Vogus, T. J. (2003). Organizing for resilience. In K. S. Cameron, J. E. Dutton, & R. E. Quinn (Eds.), Positive organizational scholarship: Foundations of a new discipline (pp. 94–110). San Francisco: Berrett-Koehler.

[6] Luthans, F., Vogelgesang, G. R. , & Lester, P. B. (2006). Developing the psychological capital of resiliency. Human Resource Development Review, 5, 25–44. doi :10.1177/1534484305285335.

[7] Pangallo, A., Zibarras, L., Lewis, R., & Flaxman, P. (2015). Resilience through the lens of interactionism: A systematic review. Psychological Assessment, 27, 1–20. doi:10.1037/pas0000024.

[8] Meneghel, I., Salanova, M., & Martínez, I. M. (2016). Feeling good makes us stronger: How team resilience mediates the effect of positive emotions on team performance. Journal of Happiness Studies, 17, 239–255. doi:10.1007/ s10902-014-9592-6.

 [9] Rosen, M. A., Bedwell, W. L., Wildman, J. L., Fritzsche, B. A., Salas, E., & Burke, C. S. (2011). Managing adaptive performance in teams: Guiding principles and behavioral markers for measurement. Human Resource Management Review, 21, 107–122. doi:10.1016/j.hrmr.2010.09.003.

 [10] Harland, L., Harrison, W., Jones, J. R., & Reiter-Palmon, R. (2005). Leadership behaviors and subordinate resilience. Journal of Leadership & Organizational Studies, 11, 2–14. doi:10.1177/107179190501100202.

 [11] Somers, S. (2009). Measuring resilience potential: An adaptive strategy for organizational crisis planning. Journal of Contingencies and Crisis Management, 17, 12–23. doi:10.1111/j.1468-5973.2009.00558.x.

 [12] Weick, K. E., & Sutcliffe, M. K. (2010). Das Unerwartete managen: Wie Unternehmen aus Extremsituationen lernen. Stuttgart: Schäffer-Poeschel.

Stephanie Wörz

Als Master-Psychologin mit dem Schwerpunkt der Arbeits- und Organisationspsychologie bin ich im Bereich Business Development tätig. Ich stehe meinen Kollegen bei der Entwicklung von CompanyMood mit psychologischem Fachwissen zur Seite.

Comments

  1. […] Bei der Erfassung von jobbezogenen Belastungen sind wir Ihnen gerne behilflich. Nutzen Sie CompanyMood zur Beurteilung der psychischen Gefährdung und zur Identifizierung von Stressfaktoren am Arbeitsplatz. Lesen Sie dazu auch unsere Artikel zur psychischen Gefährdungsbeurteilung, Stress und Resilienz. […]

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